Muster richtlinie technische baubestimmungen

Je nach dem anwendbaren Bewertungsverfahren muss der Hersteller eine technische Dokumentation entwickeln, die das Bauprodukt, seine Herstellungsmethode, eventuelle Prüfberichte, die in Drittlaboratorien durchgeführt werden (ITT – Ersttypprüfung), ihre Klassifizierung der Ergebnisse (Klassifizierungsbericht) und eventuelle Erweiterungen (EXAP – erweiterter Anwendungsbericht) detailliert beschreiben. Auf diese erste Phase folgt ein Werksaudit, mit dem die benannte benannte Stelle überprüft, ob das Qualitätssicherungssystem des Herstellers in seinem Werk im Laufe der Zeit Konstanz gewährleisten kann, um für die Serienproduktion die erklärten wesentlichen Eigenschaften der geprüften Probe zu erhalten. Eine positive Prüfung führt zur Ausstellung des Leistungsnachweises durch die benannte Stelle, mit der der Hersteller die Leistungserklärung für sein zertifiziertes Bauprodukt ausstellen darf. Das Ziel der CPD (und der CPR gleichermaßen) besteht nicht darin, die Sicherheit von Bauprodukten zu definieren, sondern sicherzustellen, dass zuverlässige Informationen in Bezug auf ihre Leistung vorgelegt werden. Dies wird erreicht, indem vor allem in Normen eine gemeinsame fachliche Sprache zur Verfügung gestellt wird, die nicht nur von den Herstellern, sondern auch von den Behörden bei der Festlegung ihrer Anforderungen an Bauarbeiten verwendet wird, wobei die Anforderungen an die in ihnen zu verwendenden Produkte direkt oder indirekt beeinflusst werden. [10] Ferner heißt es in der CPR, dass die Bauarbeiten als Ganzes und in ihren Einzelteilen für den vorgesehenen Verwendungszweck geeignet sein müssen (…). [9] Die Merkmale, die sich auf diese grundlegenden Anforderungen an Bauarbeiten beziehen, werden als wesentliche Merkmale von Bauprodukten definiert. Die CE-Kennzeichnung drückt die Übereinstimmung der Merkmale des Bauprodukts mit diesen wesentlichen Merkmalen und die Erfüllung der geltenden Anforderungen der harmonisierten EU-Rechtsvorschriften aus. So übernimmt der Hersteller mit der CE-Kennzeichnung von Bauprodukten sowohl die Verantwortung, die Konformität des Produkts als auch die Erfüllung der wesentlichen Eigenschaften. [10] Das DOC der EG (Europäische Gemeinschaft) ist ein Dokument, das auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden muss; in dem der Hersteller oder sein Bevollmächtigter im EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) darauf hinweist, dass das Produkt die grundlegenden Anforderungen der für das jeweilige Produkt geltenden Richtlinien erfüllt. Das DoC muss auch Name und Anschrift des Herstellers sowie Angaben über das Produkt, wie Marke und Seriennummer, enthalten.

Das DoC muss von einer Person unterzeichnet werden, die für den Hersteller oder seinen Bevollmächtigten arbeitet, und die Funktion des Mitarbeiters ist ebenfalls anzugeben. Entgegen gängiger Praxis und Kenntnis ist der Hersteller nicht ausschließlich für eine konforme Bereitstellung des Produkts verantwortlich. Außerdem kann ein Einführer oder Händler als Hersteller angesehen werden und unterliegt somit allen Verpflichtungen für Hersteller, wenn er ein Produkt unter seinem Namen oder seiner Marke in Verkehr bringt oder ein bereits in Verkehr gebrachtes Bauprodukt ändert. Auch wenn das DoP und alle Begleitdokumente nicht ausdrücklich in der CPR angegeben sind, gelten sie als Rechtsdokumente und dürfen nicht geändert, sondern geliefert werden, wie sie vom Hersteller zur Verfügung gestellt wurden. Die Bedeutung der CPD bestand darin, die technischen Handelshemmnisse, Marktbarrieren und Markteintrittsstrategien für die Bauindustrie in der EU zu beseitigen. [9] Im Rahmen der CPD sind 500 Produktstandards und 200 Prüfstandards geplant. Das DoP wird nach dem in Anhang III der CPR (geändert durch die Delegierte Verordnung (EU) Nr. 574/2014 der Kommission vom 21.

Februar 2014[13]) festgelegten Vorgaben erstellt und enthält mindestens Folgendes: Hauptziel der CPR ist die Beseitigung technischer Handelshemmnisse, um den freien Verkehr von Bauprodukten innerhalb des gemeinsamen Binnenmarkts aufgrund unterschiedlicher Produkt- und Prüfnormen zu gewährleisten. Genehmigungsverfahren und Konformitätsdokumente in den verschiedenen Mitgliedstaaten. [3] Kernelemente hierfür sind der Harmonisierte Produktstandard und die Europäischen Bewertungsdokumente.